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Schlafzimmer greensmoke

Farbe in der Wohnung – ein paar Tipps zur Auswahl der richtigen Wandfarbe / Farbe

Seit dem ich mein Schlafzimmer in grüne Farbe getaucht habe, bekomme ich von euch häufig die Frage zu dem generellen Thema der Wahl der richtigen Wandfarbe. Grundsätzlich gibt es hier keine allgemeingültige Antwort. Genau wie die Einrichtung ist auch die Entscheidung für Farbe in den den eigenen vier Wänden sehr individuell. Vielleicht sogar neben der Wahl für Bilder/Kunst an den Wänden mit das Individuellste. Farbe ändert einfach alles: Die Stimmug im Raum, die Größenwirkung und auch die Wirkung der Möbel.

Wie also vorgehen auf dem Entscheidungsweg?

1. Das Ziel bewußt machen

Ihr wisst, welchen Raum ihr streichen wollt und sicherlich wißt ihr auch, warum ihr dies tun möchtet? Vielleicht weil es bisher zu kahl wirkt oder weil ihr mehr Gemütlichkeit wünscht? Oder möchtet ihr eine bestimmte Farbe eines Möbelstückes wieder aufgreifen bzw. einen Gegensatz dazu bilden? Was ich damit sagen möchtet: Überlegt euch was das Ziel eurer Farbaktion sein soll.

In der Küche wünschte ich mir z.B. eine schlichte Farbe, die dennoch Wärme ausstrahlt als Ergänzung zu der schwarzen Küche und dem pinken Tisch – nicht als Kontrast! Das gewählte Grau erfüllt diesen Zweck perfekt. Durch seinen warmen Unterton wirkt es weder kalt, noch zu krass.

2. Die Farbe wählen

Nun habt ihr euer Ziel vor Augen, aber wisst nicht so recht: Welche Farbe soll es sein? Hier gilt es zuerst den Raum, seine Größe und Funktion, den Bodenbelag und die Möbel betrachten, die dort aktuell und in Zukunft stehen. Welche Farbe kommt euch spontan in den Sinn? Meist trügt die Intuition nicht, wir haben nur verlernt hinzuhören. In diesem Teilschritt geht es auch “nur” um die Farbwahl, noch nicht um die Nuance. Vielleicht habt ihr auch einfach den klaren Wunsch, blau in euren Raum zu integrieren. Wie gesagt: Fragt euch was der Ausgangspunkt und das Ziel für die Streichaktion ist.

In Deutschland schrecken viele Menschen vor kräftigen und dunklen Wandfarben zurück. Die Angst, dass der Raum dadurch schrumpft, drückt und alles schluckt, ist in den Köpfen tief verankert. Das kann natürlich passieren, muss es aber nicht. Mein Schlafzimmer ist der Beweis dafür. Ein wirklich kleines Zimmer, in dem ich alles samt Decke in einem kräftigen mittel bis dunklen grün gestrichen habe. Der Raum wirkt großzügiger und dennoch gemütlicher. Die Kombination des Dielenbodens und des alten Bauernschrankes mit dem grün ist wundervoll.

Grün ist zudem eine tolle Farbe für das Schlafzimmer, da es in uns Menschen die Geborgenheit und Verbundenheit mit der Natur hervor ruft.

3. Die Farbnuance definieren

Im Besten Fall wisst ihr jetzt welche Farbe es sein soll für euren Raum. Nun gehen die Fragen weiter: Hell oder dunkel streichen? Auch hier ruft ihr euch das Ziel der Streichaktion auf: Ihr wollt z.B. mehr Gemütlichkeit? Dann sollte es kein kalter Farbton sein. Ihr wünscht euch Kontraste? Dann schaut ihr genau hin, zu welchem Möbelstück der Kontrast gebildet werden soll und leitet die Farbnuance davon ab.

Wichtig: Lasst euch beraten und guckt euch Farben an! Ob im Baumarkt oder Profifarbladen – es ist wichtig ein Gefühl für Nuancen zu bekommen.Grün ist nicht gleich grün und so gilt es für alle Farbtöne. Auch die Qualität der Farbe ist nicht unwichtig. Hochwertige Farben haben meiner Meinung nach eine wirkungsvollere Pigmentierung und zudem lässt es sich sehr viel einfacher mit ihnen arbeiten.

Auch die Ausrichtung des Raumes ist für die Nuance entscheidend. Geht es um ein helles Zimmer zur Südseite? Oder ist es recht dunkel durch eine nördliche Ausrichtung?

4. Streichumfang definieren

Nun kennt ihr hoffentlich euren spezifischen Farbton. Die nächste Frage, die sich stellt: Streicht ihr eine Wand oder alle?

Wenn ihr euch unsicher seid, ob das gesamte Zimmer gestrichen werden soll oder nur eine Wand, würde ich empfehlen mit einer zu beginnen. Eine Wand ist schnell gestrichen und dann lasst ihr den Effekt erst einmal auf euch wirken. Der Rest darf folgen, wenn das Gefühl dazu stimmt.

Die Decke farbig zu streichen ist für viele immer noch ungewöhnlich. Ich gebe zu, ich habe mich vor meinem Schlafzimmer auch noch nicht daran gewagt und meine Bedenken gehabt. Das Ergebnis hat mich aber überzeugt! Durch die Wegnahme der Übergänge von Wänden zu Decke erhält man mehr Tiefe im Raum und klarere Formen. Es ist weniger unruhig, als mit zig Kanten und Ecken in unterschiedlichen Farbtönen. Im Schlafzimmer wirkt es zudem wie ein wohliger grüner Coccon, der einen umgiebt.

Vor der Renovierung Green Smoke Farrow and Ball

 

5. Do it!

Einfach machen! Ich höre oft den Satz: “Ich würde so gerne mehr Farbe in der Wohnung integrieren, aber trau mich nicht!” Es ist doch nur Farbe 🙂 Traut euch und probiert es aus! Weißen könnt ihr notfalls immer noch. Ein Projekt wie das Streichen in den eigenen vier Wänden umzusetzen, ist so viel mehr als dieser Vorgang. Ihr tut etwas für euch, um euch wohl zu fühlen, um Individualität auszudrücken und den Räumen eine Signatur zu verleihen. Ein kreativer Prozess, der bereits bei den Gedanken zur Farbe und dem Ziel der Aktion (siehe Schritt 1.) beginnt.

Ich hoffe euch mit diesen Zeilen den Weg zur richtigen Wandfarbe etwas leichter gemacht zu haben! Wie ich zu Beginn sagte, die Auswahl ist hoch individuell und ich beschreibe hier mein persönliches Vorgehen. Jeder tickt anders, aber vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen!

4 Comments

  • Maike

    4. April 2019 at 15:39

    Moin moin Jenny,
    besonders Dein Schlafzimmer finde ich wirklich sehr gelungen – es strahlt so eine Ruhe aus (die Aussicht schadet natürlich auch nicht)! Ich habe mich lange nicht an farbige Wände herangetraut (ob daran die 90er mit ihrer orangen Wischtechnik schuld sind?), aber ich habe grade auf Wunsch des Nachwuchses das Kinderzimmer Salbeigrün gestrichen. Und jetzt hängen schon die Farbmuster für das nächste Zimmer an der Wand…

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