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Superb, dass du vorbei schaust! Ich bin Jenny, lebe in Hamburg und teile hier alles Bildliche rund um meine Wohnung, den Hamburger Hafen und Dinge, die das Leben schöner machen! Join me!

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Da  würde ich mich jetzt gerne einkuscheln - meinetwegen mit oder ohne #TiggaWärmflasche aber stattdessen sitze ich am Airport fest  #Flugverspätung Wie auch immer, wenigstens geht überhaupt noch ein Flieger, nicht wie beim letzten Mal - komplette Cancelung  Lasse mir jetzt nicht die Stimmung der letzten Tage dadurch vermiesen ❤️Macht es euch daheim oder wo auch immer gemütlich  #Airportlife #not #beammehome #hamburg #zuhause #wohnen #schlafzimmer #bedroom #bedroomdecor #bedroomset #bedroomdesign #bedroominspo #interieur #solebich #roomwithaview

Das Thema persönlicher Akku

In den letzten Monaten musste ich mich zwangsläufig mit dem Thema des eigenen Energielevels beschäftigen. Wie so oft im Leben, bemerkte ich die Wichtigkeit und Tragweite erst, als es zu fehlen begann bzw. nachließ. Ich nutze dafür gerne das Bildnis eines Akkus, der einfach nicht mehr vollständig auflädt. So hat es sich zumindest angefühlt. Alles – wirklich jede Kleinigkeit – hat mich mehr angestrengt, mehr Energie gekostet, als vor diesem Jahr. Und ja, wer meine Geschichte etwas verfolgt hat, wird sagen, das ist völlig normal. Sicherlich ist es das, aber das macht es nicht weniger schwierig und irritierend.

Es ist die eine Seite, einen geliebten Menschen über Monate beim Sterben zu begleiten. Das allein stellt eine psychische und folglich auch physische Ausnahmesituation dar.

Das Andere sind die Folgen – die Narben und vor allem die eigene Veränderung..

All das geschieht prozesshaft, mal mehr – mal weniger bewußt. Es sind Momente der Konfrontation mit der Vergangenheit, die es einem deutlich vor Augen führen. Und diese sind schmerzhaft. All das was man im Alltag ausblendet, um einem normalen Leben nachzugehen, wird durch Begegnungen, Eindrücke, Orte oder gar Gerüche zum Vorschein gebracht. Es sind aber nicht die eigentlichen Momente, die erschöpfen. Es ist das was danach kommt: Als ob jemand den Akku adhoc leersaugt. Als ob im Hintergrund Programme oder Apps laufen, die so viel Energie nehmen, dass das Hauptprogramm nicht mehr richtig laufen kann. Ich gebe zu, das hat mich viele Monate irritiert, da es eine Art Kontrollverlust darstellt. Immerhin funktioniert man selber nicht so, wie man sich kennt. Zeitweise kann man es ignorieren, aber auch das hinterlässt Spuren. Diese Wellen anzunehmen, lerne ich grad. Die inneren Alarmglocken zu hören und darauf zu reagieren, übe ich noch.

Leider gibt es dafür keinen Online-Kurs.

Ich weiß aber mittlerweile besser, was ich tun kann, wenn mich diese Wellen erwischen: Mich selbst in den Fokus rücken. Was will ich? Nicht – was denke ich, sollte, muss oder möchte ich tun. Es klingt leider immer etwas negativ vom Egomodus zu reden, aber das muss „Dieser“ gar nicht sein. Im Gegenteil. Ich glaube, dass es insbesondere für das Umfeld sehr viel einfacher ist, wenn man selber deutlich macht, was man aktuell für sich beansprucht oder beanspruchen muss. Denn sicherlich reagiere ich in bestimmten Momenten anders, handle anders oder setze andere Prioritäten. Ich musste lernen meine Powerbanks und damit Energielieferanten zu identifizieren, um überhaupt noch handlungsfähig zu sein.

Auch ohne Ausnahmesituation hetzen wir alle viel zu sehr fremdbestimmt durch die Monate… Getrieben durch die nächste Verpflichtung, Verabredung oder Ansprüche Dritter. Dabei ist uns oft gar nicht bewußt, ob wir das wirklich wollen. Natürlich müssen bestimmte Dinge sein – ein Großteil aber eben auch nicht. Inne zu halten und sich dies einmal bewusst vor Augen führen, ist definitiv sinnvoll. Selbst wenn man unmittelbar nicht in der Lage ist, etwas an der Situation zu ändern. Kleine Schritte helfen  und Erkenntnis ist sowieso nie falsch. Oft steckt man auch einfach nur in einem Meer von Pflichtgefühlen, die gar nicht angebracht sind.

Mir hilft die bewusste Fokussierung zumindest und stößt immer wieder Denkprozesse und damit vermutlich auch Veränderungen an. Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass Leben bewusster wahrzunehmen. Es anders zu genießen und Dinge nicht mehr nur in schwarz oder weiss wegzusortieren. Ich bin aufmerksamer was mich selbst betrifft – wer und was mir gut tut und wer nicht. Was ich mir für mich wünsche bzw. was ich will – und was nicht. Ich hoffe, dies kann ich mir auch für die Zukunft erhalten – danach handeln und ich wünsche mir – um auf den Anfang zurück zu kommen – dass ich immer die geeigneten Powerbanks in meiner Nähe habe, um meinen Akku aufzuladen. Natürlich ist das mein engstes persönliches Umfeld, aber auch und vor allem meine Wohnung: Mein Herzprojekt, mein Safeplace, mein Energiepol. Und es ist alles was damit zu tun hat – somit auch Elbgestöber und ihr – die mich auf der Reise begleitet haben und begleiten.

In diesem Sinne: Danke! Das ist wertvoll – mehr als ihr euch wahrscheinlich denken mögt 🙂

 

 

3 Comments

  • Gabriele

    7. Dezember 2017 at 8:44

    Liebe Elbgestöber, ich finde Deinen Text congenial 👍 und mutig über Dich so zu formulieren. Ich kann Dir über den Inhalt nur zustimmen, weil ich glaube, dass es genau soooo ist im Leben!!!!
    Deine Wohnung ist sehr gemütlich und hübsch! ☃️
    Nachdem mein Traum ist in naher Zukunft in Hamburg zu wohnen ist, obwohl ich aus dem schönen Bayern komme, folge ich Dir auch gerne auf Instagram 😉😊
    Eine energiereiche Zeit wünscht Dir Gabriele (48 Jahre)

    Antworten
  • Julia

    7. Dezember 2017 at 11:20

    Liebe Jenny,

    das ist wieder ein sehr toller Post! Auch ich hetze permanent durch die Gegend, gehe krank zur Arbeit und räume den falschen Leuten zu viel Platz in meinem Leben ein. DANKE für den dringend benötigten Denkanstoß! Ich geh dann jetzt mal zum Arzt :o)

    Dir alles Gute!
    P. S. Deine Wohnung IST ein Traum!

    Liebe Grüße
    Julia

    Antworten
  • Anne

    7. Dezember 2017 at 11:30

    So wahr und so schön geschrieben. Es ist so unheimlich wichtig, auch einmal in sich selbst zu lauschen und nachzufühlen, ob es gerade so läuft wie es einem selbst gut tut. Manchmal braucht es eben einen Break, Zeit für sich, ein Zuhause, in dem man mit seinen Gedanken allein sein und sie „zu Ende denken“ kann. Schön, dass deine Wohnung für dich dieser Ort ist. So ist sie nicht „nur“ optisch wunderschön.
    Viele Grüße <3
    Anne

    Antworten

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